Wie Du Deine Ängste vor dem Tanzen abbaust

Vorwort: Ich wurde immer wieder von Tanzinteressierten darauf angesprochen, wie sie ihre Ängste vor dem Tanzen abbauen können, um auch endlich mal zu einer Tanzklasse zu gehen. Besonders Menschen, die relativ spät mit dem Tanzen beginnen, haben Angst davor. Deshalb thematisiere ich dies im folgenden Artikel.

Wie Du Deine Ängste vor dem Tanzen abbaust

Viele kennen sie, oder haben sie zumindest beim Beginn der Tanzkarriere: Ängste beim Tanzen. Diese Ängste können vielseitiger Natur sein: Wie sehe ich aus, bin ich gut genug, was denken die Anderen, habe ich die richtige Kleidung an, mache ich den richtigen Eindruck und vieles mehr. Auch die Frage „Muss ich mich jetzt unbedingt als erste im Tanzstudio blamieren?“ kommt öfters vor als man denkt.

Und dann kommt es wie es kommen muss: Die schlimmen Gedanken bewahrheiten sich, man wird unsicher, im Kopf spielt sich die Katastrophe zuerst ab und schlussendlich tritt sie ein! Eine typische Blockade, ausgelöst durch den Gedanken was passieren könnte.

Im Folgenden möchte ich ein paar Tipps geben, wie Du diesen Ängsten am besten entgehst.

Tipp 1: Lass Dich nicht ablenken

Es ist wichtig, dass Du nicht immer darüber nachdenkst, wie Du gerade aussieht und wie Du optisch bei anderen Leuten ankommst. Dieses Nachdenken blockiert Dich im Kopf, und es ist möglich, dass Du die Choreographie vergisst. Lediglich wenn Du ein richtig professioneller Tänzer bist, kannst Du auf die Optik achten. Aber professionelle Tänzer üben die Choreographien so oft, dass sie in Fleisch und Blut übergehen oder sie sind sehr routiniert in den Bewegungsabläufen. Dann gibt es Automatismen, die nicht mehr schief gehen können. Als Amateur ist es aber besser zu akzeptieren dass man kein Profi ist und dass man einfach sehr viel mehr Aufmerksamkeit für die Choreographie benötigt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Du erkennen musst, dass Du für Dich tanzt und für niemanden anderen. Du willst es lernen, Du willst tanzen und Du willst Dich dabei wohlfühlen. Was die anderen denken, und das ist auch beim Tanzen genauso wahr wie so oft im Leben, kommt einfach an zweiter Stelle.

Tipp 2: Übung macht den Meister

Denke immer daran, dass üben Dich immer weiter voranbringt. So ist es auch beim Tanzen. Wenn Du immer weitermachst, wird das Deine Ängste abbauen. Es klingt komisch, aber um Ängste abzubauen musst Du erst einmal Angst haben und diese aushalten. Dann kannst Du durch Routine merken und verinnerlichen, dass das, wovor Du Angst hast, eigentlich gar nicht so schlimm ist. Es ist ein Lernprozess, der Dir überall im Leben begegnet.

Tipp 3: Bewerte Dich aufrichtig und sei selbstbewusst!

Ängstliche Menschen haben oftmals eine Eigenschaft: Sie bewerten ihre Schwächen viel höher als ihre Stärken. Das führt oftmals zu der Situation, dass sie bereits tanzen können, viel gelernt haben und sogar schon eine gute Figur im Tanzsaal machen. Trotzdem verharren sie aber zuerst in der Angst, welche sie ganz zu Beginn hatten, als sie regelmäßig die Schritte verwechselten. Hier ist anzuraten, dass Du Dich ehrlich bewertest, Deine Schwächen akzeptierst und daran arbeitest, und vor allem Dir Deinen Stärken bewusst bist.

Tipp 4: Fühle Dich wohl

Es ist wichtig, dass Du Dich beim Tanzen wohlfühlst. Hierzu gehört zuerst einmal die richtige Kleidung. Trage also Kleidung, bei der Du Dich wohlfühlst. Vor allem Frauen wissen, dass das was vermeintlich gut aussieht, nicht immer bequem sein muss. Hier solltest Du also mit der Kleidung Kompromisse machen. Du musst ja nicht gleich im Schlafanzug gehen, aber zwischen „unbequem“ und „ Schlafanzug“ gibt es viele Zwischenstufen. Schließe für Dich einfach einen Kompromiss zwischen „Aussehen“ und „Bequemlichkeit“.

Außerdem sehen die Zuschauer, ob Du Dich in Deiner Kleidung wohlfühlst oder nicht. Die Ausstrahlung ist eine ganz andere. Es ist leicht erkennbar, ob ein Lächeln aufgesetzt und die Mundwinkel nach oben „getackert“ sind oder ob das Lächeln echt ist.

Tipp 5: Nimm Dir Kritik nicht zu sehr zu Herzen

Wenn Dir beispielweise der Tanzcoach einen Tipp gibt, nimm Ihn Dir nicht zu sehr zu Herzen. Als Beispiel kann sein, dass er sagt Du würdest die Hüfte nicht locker genug bewegen. Wenn Du jetzt bei jedem Schritt daran denkst die Hüfte locker zu bewegen, dann wird das wahrscheinlich nichts. Du sollst zwar an Deinen Fehlern arbeiten, aber dabei nicht verkrampfen und jede Minute daran denken. Dann wird nämlich Dein Körper steif oder noch steifer, und es geht auf einmal gar nichts mehr. Mit so einem Verhalten verunsicherst Du Dich nur selbst. Im Hinterkopf musst Du immer haben, dass Tanzen eine wunderbare Beschäftigung ist (und für viele ist sie weit mehr als nur eine Beschäftigung), die Spaß bringen soll und nichts mit „Arbeit“ zu tun hat. Lass’ Deinen Gefühlen freien Lauf und höre auf Dein Herz. Das ist das Wichtigste und Du wirst sehen, dass sich auf einmal alles viel einfacher tanzen lässt.

Fazit

Tanzen ist keine „Arbeit“ sondern etwas was Dir Spaß machen und Dich befreien soll. Wenn dem so ist, solltest Du ein freundliches Gesicht aufsetzen und zeigen, dass Du Spaß daran hast. Was Tanz eigentlich fördert ist der Abbau von Hemmungen, die Steigerung des Selbstwertgefühls sowie des Selbstvertrauens. Außerdem entwickelt und steigert das Tanzen das positive Körperbewusstsein.

Du siehst also: Angst hat beim Tanzen absolut keinen Platz. Tanzen wirkt Angst sogar massiv entgegen. Wenn Du also von diesem Phänomen betroffen sein solltest, kann es nur vorübergehend sein und wird nach kurzer Zeit verschwinden.

In diesem Sinne: Get the rhythm!

Viel Erfolg und alles Gute,

Deine Veronica

P.S.: Dir hat der Artikel gefallen? Dann freue ich mich über Deinen Kommentar! Vielen Dank.

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2 thoughts on “Wie Du Deine Ängste vor dem Tanzen abbaust

  1. Frederike

    Hallo Veronica,

    super, dank Dir für Deine tollen Tipps! Das macht mir Hoffnung, sodass ich dem Tanzen noch mal eine Chance gebe. Ich hatte damit nicht so gute Erfahrungen bisher gemacht.

    Beste Grüße

    Frederike

    Reply
  2. Veronica Gerritzen Post author

    Hi Frederike,

    das freut mich wirklich sehr, dass mein Artikel bei Dir noch mal einen Anstoß dafür gegeben hat und Du das Tanzen noch mal ausprobieren möchtest. Genieße die Erfahrung und lasse Dich von anderen Menschen nicht negativ beeinflussen!

    Viel Spaß und liebe Grüße

    Veronica

    Reply

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